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Anbau-und Nutzungsmanagment überjähriges Ackerfutter


Überjährige Ackerfuttermischungen mit dem Hauptmischungspartner Welschem Weidelgras sind besonders für eine schnelle und ertragreiche Futterproduktion geeignet. Folgeschnitte liefern blattreiche Bestände. Bei der Pflege und Bestandsführung müssen einige Punkte beachtet werden.

 

Standortansprüche 

 

Frische bis feuchte futterwüchsige Lagen mit gleichmäßiger Wasserversorgung und Jahresniederschlägen von 650 mm erreichen ein hohes Ertragsniveau. Zur Vernässung neigende Böden sind weniger geeignet. Trockenere Standorte lassen deutliche Ertragsreduktionen erwarten.

 

Aussaat

 

Aussaatstärke: 40-50 kg

Aussaattiefe: max. 1,5 cm, besser flacher

Aussaattermin: Bei guten Feuchtigkeitsverhältnissen im Frühjahr, sonst im Nachsommer oder frühen Herbst.

 

Wichtig für einen hohen und sicheren Feldaufgang sind ausreichende Niederschläge nach der Saat. Wenn eine Herbstnutzung geplant ist, liegt der späteste Saattermin je nach Region Mitte bis spätestens Ende Juli. Anfang bis Mitte September ist je nach Region noch eine Aussaat für die Frühjahrsnutzung möglich, spätere Saaten sind in aller Regel nicht ausreichend winterhart. Bei Neuansaaten muss auf die Rückverfestigung (Profilwalze) geachtet werden. Mit herkömmlichen Drillkombinationen hat sich eine „Über-Kreuz-Aussaat“ mit jeweils der halben Saatmenge bewährt. Somit werden eine dichtere Narbe und eine bessere Unkrautunterdrückung erreicht.

 

Als Pflegemaßnahme hat sich ein Schröpfschnitt im Herbst bewährt. Bestände sollten nicht höher als 10 cm in den Winter gehen. Bei höheren Beständen steigt die Gefahr der Auswinterung, und Sie fördern die Entwicklung hoher Mäusepopulationen.

 

Zumischung 

 

Die Zumischung von Klee ist möglich (GREENSTAR DUETT). Beim Aussähen dieser Mischung muss beachtet werden, dass das Saatgut immer gut durchmischt ist. Kleesaatgut ist schwerer als Gräsersaatgut und neigt daher zur Entmischung.

 

 

Nährstoffbedarf

 

Bei einer späten Saat und entsprechend niedrigen N-Aufnahme vor dem Winter stellt eine mäßige Startgabe von rund 40 kg N/ha eine ausreichende Vorwinterentwicklung sicher. Ganz wichtig für die Ertragsbildung des Welschen Weidelgrases ist die frühzeitige Düngung zu Vegetationsbeginn, damit in der kurzen Vegetationszeit von 60 bis 90 Tagen genügend Biomasse aufgebaut wird. Dazu ist eine N-Versorgung in Höhe des zu erwartenden N-Entzuges nötig. Bei einer frühen Saat Mitte Juli kann vor dem Winter noch ein hoher Trockenmasseertrag erzielt werden. Über eine entsprechende Düngung ist dem daraus resultierenden Bedarf Rechnung zu tragen.

 

Nährstoffentzug pro dt TM:

 

 N

 P2O5

  K2O

 MgO

 CaCo

 2,4-2,7 kg

 0,7-1 kg

 2,5-3 kg

 0,28-0,8 kg

 1,05-1,8 kg

 

 Diese Angaben sind Entzugswerte und daher nicht als Düngeplanung zu verwenden. Nährstofflieferungen aus Vorfrüchten/ Standort etc. sind nicht berücksichtigt. Keine Güllegaben im Ansaatjahr. Nach langjährigen „Humuszehrern“ muss der höhere Stickstoffbedarf zu Humusneubildung berücksichtigt werden.

 

Schnitthöhe

 

Nicht tiefer als 7 cm. Tiefschnitt schädigt die Vegetationskegel und der Wiederaustrieb wird erschwert.

 

Nutzungsregime

 

Welsches Weidelgras nutzt die Winterfeuchtigkeit gut aus und ist aufgrund seiner früh einsetzenden Massenbildung von Vorsommertrockenheit meist nicht betroffen. Allerdings kann der Wasserverbrauch des Welschen Weidelgrases an Standorten mit geringem Wasserspeichervermögen oder knapper Niederschlagsmenge den Ertrag der Folgefrucht beeinträchtigen. Zur Errei-chung optimaler Grundfutterleistungen ist ein zeitiger schnitt erforderlich (Beginn bis Mitte Ähren-/Rispenschieben, ES 51 bis 55).Dieser passt in aller Regel nicht mit den Entwicklungen des Dauergrünlands zusammen

 

Pflege

 

Bei einer Wuchshöhe von ca. 15 cm der Neuansaat ist ein Schröpfschnitt zu empfehlen, um die Lichtkonkurrenz gering zu halten. Dieser dient nicht nur der Unkrautbekämpfung, sondern auch dem schnellen Narbenschluss durch Anregung der Bestockung. Auf den Schröpfschnitt sollte kein unmittelbarer Frost folgen (ca. 5-6 Tage). Abhängig von der Verunkrautung kann Pflanzenschutz sinnvoll sein. Die Absprache und Empfehlung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes ist vom Pflanzenschutzberater vorzunehmen. Die normalen Frühjahrsmaßnahmen (Striegel / Walze / Schleppe) sind zu empfehlen.

 

 

 

 

 

 

Ihr Ansprechpartner

Peter Nörtershäuser

Produktmanagement -

 Grassaat

Tel. + 49 (0) 170 295 4804

 

Produktbereich

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