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Nährstoffmanagement: Getreide richtig bilanzieren


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Für die bedarfsgerechte und wirtschaftliche Schweinefütterung sowie für das Nährstoffmanagement sind routinemäßige Analysen der eingesetzten Futtermittel eine wichtige Basis. Auch zur optimalen Gestaltung der Futterration gehört die Kenntnis über die Inhaltsstoffe und Qualität der Futterkomponenten. Fehleinschätzungen führen zu Fütterungsfehlern und beeinträchtigen

Leistung und Erfolg.

 

Viele Faktoren beeinflussen die Qualität und Zusammensetzung von Getreide und Eiweißfuttermitteln. In vielen Regionen war das Getreide 2018 in der Auflaufphase Staunässe ausgesetzt und in der Wachstums- und Reifephase großer Trockenheit. Darunter hat nicht nur der Ertrag sondern auch die Qualität gelitten.

 

Die Ergebnisse der jährlichen Getreideanalysen zeigen die große Schwankungsbreite der Inhaltsstoffe (z. B. bei Rohprotein) von Jahr zu Jahr und von Probe zu Probe klar auf (s. Darst.). Am Beispiel der Gerste werden die Abweichung zum Vorjahr und die Schwankungsbreite besonders deutlich. Im Jahr 2017 lagen die Rohproteinwerte der Gerste im Durchschnitt bei 10,1 %, in 2018 bei 11,4%. Die Schwankungsbreite der Rohproteingehalte der Gerste lag zwischen 8,8 und 15,0 %. Diese erheblichen Unterschiede begünstigen schnell eine Unter- oder Überversorgung mit Rohprotein (XP) bzw. Aminosäuren.

 

Versorgung mit Rohprotein

 

Für die bedarfsgerechte und gezielte Rationsgestaltung der Schweine ist die routinemäßige Untersuchung der eingesetzten Futtermittel unumgänglich. Exakte Analysenergebnisse ermöglichen eine optimale Nährstoffergänzung in allen Phasen der Produktion und sichern eine effiziente Versorgung.

 

Ergebnisse der Getreideanalysen 2018 und 2017, hohe Schwankungen beim Rohprotein 2018